Die Zauberfrucht

Aktualisiert: Jan 26

Wenn der Bauch grösser wird, macht die Natur sichtbar darauf aufmerksam, dass die Geburt langsam näher rückt. Die meisten Frauen beginnen sich Gedanken darüber zu machen, was da wohl auf sie zukommen wird. Viele Frauen verspüren den Wunsch sich und ihren Körper möglichst gut auf dieses Abenteuer vorzubereiten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich körperlich und auch mental auf eine Geburt vorzubereiten.


Eine noch nicht so bekannte Möglichkeit möchte ich hier vorstellen. Tatsächlich wurden dazu zwei Studien durchgeführt, welche beide zum selben Schluss kamen:


Der Verzehr von Datteln in der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die Geburt aus. Oder wie ich das gerne sage: "A date a day keeps the doctor away"...


Die süssen Früchte der Dattelpalme enthalten viele wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Die Studien


Die erste Studie wurde in Jordanien im Jahr 2011 (Al-Kuran et al., 2011) durchgeführt. Die schwangeren Studienteilnehmerinnen haben vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin damit begonnen sechs Datteln pro Tag zu essen. Diese Frauen wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, in welcher die Frauen keine Datteln assen. Folgende Unterschiede wurden festgestellt:

  • Bei der Aufnahme ins Spital nach Wehenbeginn, war der Muttermund der Dattelfrauen signifikant weiter eröffnet (3,52 cm vs 2,02 cm).

  • Die Fruchtblasen der Dattelgruppe war signifikant häufiger intakt (83% vs 60%).

  • Spontaner Geburtsbeginn bei 96% im Vergleich zur Kontrollgruppe 79%.

  • Bei den Dattelfrauen wurde weniger Wehenmittel (Oxytocin/Prostin) verabreicht (28% vs 47%).

  • Die Dattelgruppe hat eine verkürzte Latenzphase (510 min vs 906 min).

Schlussfolgerung: der Konsum von Datteln in den letzten vier Schwangerschaftswochen reduziert die Notwendigkeit zur Geburtseinleitung und den Einsatz von Wehenmitteln.


In der zweiten Studie aus dem Iran aus dem Jahr 2017 (Kordi et al., 2017) verglichen sie 91 Erstgebärende, die 70-76 g Datteln pro Tag ab der 37. Schwangerschaftswoche assen mit 91 Erstgebärenden welche keine Datteln assen. Folgende Resultate sind statistisch signifikanten und bestätigen die früheren Erkenntnisse aus Jordanien.

  • Durchschnittliche Dauer der Eröffnungs-, Austreibungs- und Plazentarphase ist verkürzt in der Dattelgruppe.

  • Häufiger spontaner Geburtsbeginn in der Dattelgruppe.

  • Weniger Wehenmittel (Oxytocin) in der Dattelgruppe.

Schlussfolgerung: Der Verzehrt von Datteln in der späten Schwangerschaft konnte die Geburtsdauer verkürzen und den Einsatz von Oxytocin zur Wehenunterstützung vermindern.



Fantasievoll geniessen


6 Stück oder 70-76 g Datteln pro Tag und das möglicherweise einen Monat lang - das ist eine schöne Menge... natürlich ist es ein ausgezeichneter Snack für Zwischendurch oder als Dessert. Aber so nach zwei Wochen hat frau es dann vielleicht auch gesehen. Es gibt aber wunderbare Rezepte mit Datteln, so dass sie immer wieder in einer anderen Form daher kommen. Hier ein paar Ideen. Wenn du auf das Bild klickst wirst du zum Rezept weitergeleitet.





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